physikalische Therapieformen

Schröpfen (chin. Ba Guan)

 

Das Schröpfen ist ein uraltes Naturverfahren. Es gehört zu den Ausleitungsverfahren.

Die aufgesetzten Schröpfköpfe erzeugen einen Unterdruck, der die Gewebsschichten voneinander löst (Verklebungen durch Eiweißverbindungen) und damit die Gewebeversorgung und -entsorgung unterstützt.

 

Das Schröpfen wird in der Naturheilkunde gerne eingesetzt, weil es 

  • stoffwechselaktivierend
  • durchblutungsfördernd
  • lymphaktivierend

wirkt.

 

Anwendungsgebiete:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Erkrankung der Atemwege
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Erkrankungen der Verdauungsorgane
  • u.v.m.

PST - Pulsierende Schröpftherapie

 

Die PST ist eine Weiterentwicklung des bereits bekannten Schröpfens. Im Gegenteil zum normalen Schröpfen wird der erzeugte Unterdruck, in einem vorher regulierten Bereich, angehoben und abgesenkt. Durch diese Pulsation entsteht eine noch stärker stoffwechselregulierende Wirkung im behandelten Bereich und der Umgebung. Schmerzproduzierende Stoffe werden durch aktivierte Lymphknoten schneller ausgeleitet und das behandelte Gewebe mit Blut und Sauerstoff, der für eine Heilungsprozesse dringend notwendig ist, versorgt. 

 

Anwendungsgebiete:

  • Arthrosen
  • Rückenschmerzen
  • Muskelverspannungen
  • Muskelverhärtungen (Muskelhartspann)
  • u.v.m.

Neuraltherapie (Homöosiniatrie)

 

Die Neuraltherapie ist ein naturheilkundliches Verfahren, bei dem homöopathische Arzneimittel mittels Injektion in den Körper eingebracht werden. Diese Mittel unterstützen Ihren Körper in der Aktivierung seiner Selbstheilungskräfte. Diese Mittel werden langsam in die Haut (i.c.; intracutan), unter die Haut (s.c.; subcutan), in den Muskel (i.m.; intramuskulär) oder in die Vene (i.c.; intravenös) eingebracht und können dann ihre Wirkung entfalten.

 

Homoösiniatrie ist die Verbindung von Neuraltherapie und Akupunktur. Dabei werden die homöopathischen Mittel in Akupunkturpunkte eingebracht. Der Nadelstich setzt wie eine Akupunktur einen Reiz an den Akupunkturpunkt. Die verwendeten Mittel halten als Depot bis zu 48 Stunden und entfalten über den Akupunkturpunkt in den Meridianen langfristig ihre Wirkung.

Lymphdrainage

 

Das Lymphsystem ist neben unserem Herz-Kreislauf-System (HKS) das wichtigste Transportsystem für Stoffe durch unseren Körper. Im Gegensatz zum HKS ist es ein passives System, d. h. es hat keine "Pumpe", das es antreibt und es ist ein offenes System, will sagen, es beginnt überall in unseren Geweben mit offnen flexiblen Röhren, in denen durch Muskeltätigkeit und Bewegung einen Unterdruck erzeugt wird und damit Flüssigkeiten aus dem Gewebe einsaugt werden.

 

In Zwischenstationen (Lymphknoten) wird die Flüssigkeit u. a. von weißen Blutkörperchen (Lymphozyten - Feuerwehr des Immunsystem) "gereinigt" und weiter transportiert, bis sie in die Blutbahn gelangt, von dort über lange Wege (Vene, Herzbeutel, Arterie) in die Niere und dort ausgeschieden wird.

 

Ein träges oder blockiertes Lymphsystem kann schwere Folgen für unseren Organismus haben. Stoffwechselend-produkte, die in großen Mengen in unserem Körper durch den Zellstoffwechsel entstehen, werden vom Körper nicht abtransportiert und verweilen in unseren Geweben. 

 

Stellen Sie sich dies vor, wie eine Müllhalde in unserem Körper. Diese Stoffe, die der Körper nicht mehr benötigt, gehen chemische Verbindungen mit anderen Flüssigkeiten ein - es können Reaktionen entstehen, die weitreichende und unschöne Konsequenzen für unseren gesamten Organismus und Stoffwechsel haben können.

 

Eine Lymphdrainage, egal ob manuell oder pneumatisch, steigert die Aktivität des Lymphsystems, indem es die Funktion der Lymphknoten beschleunigt. Die Saugwirkung der Lymphbahnen wird verstärkt. Gewebeflüssigkeiten und ihre Inhaltsstoffe werden zügiger aus dem Körper herausgesogen, Ödeme und Wasseransammlungen verringern sich, das Hautbild kann sich verbessern, Schmerzen können sich verringern und das Immunsystem wird gestärkt.