Traditionelle chinesische Medizin

Traditionelle Chinesische Medizin

 

Die TCM ist die Jahrtausende alte ganzheitliche Medizin der Chinesen. Ursprünglich galt sie als eine Präventionsmedizin, d. h. man behandelte Patienten, damit sie gar nicht erst erkrankten.

Die TCM beruht auf mehreren Säulen und wird deshalb auch als ganzheitliche Medizin angesehen. Diese Säulen sind:

 

Kräuterlehre: Das alte Wissen über die Heilkraft von Kräutern ist auch hier verbreitet, verliert aber leider immer mehr an Stellenwert. Die Wirkungskraft von Kräutern wird in China ganz normal in den Alltag eingebunden. Kräutermischungen in Form von Tee's getrunken, Salben zum Auftragen oder Tinkturen zum Einnehmen unterstützen in sanfter und regelmäßiger Weise die Selbstheilungskraft des Patienten.

 

Diäthetik: Auch hierzulande wächst stetig das Interesse an gesunder Ernährung und Lebensweise. Die Chinesen sprechen Nahrungsmitteln ebenso positive Eigenschaften zu, jedoch sprechen sie den Lebensmitteln neben den Farben noch Temperaturunterschiede zu, welche Yin oder Yang in ihrer Wirkungsweise unterstützen.

 

Akupunktur: Die Akupunktur kennt man in Deutschland mittlerweile auch und sie wird auch häufig erfolgreich praktiziert. Sie ist jedoch nur ein kleiner Anteil an der TCM.

Diese Art der Therapie beruht auf dem chinesischen Verständnis, dass verschiedene Energien (Qi, Jing, Yin, Yang) den ganzen Tag durch unseren Körper fliessen. Wird dieser Fluss gestört, können unterschiedliche Krankheiten entstehen, je nachdem, welche Energiebahnen (Meridiane) gestört sind. Um das zu verhindern, werden Nadeln an diversen Stellen im Körper gesetzt, die diesen Fluss positiv unterstützen und die Energien wieder zum Fliessen bringen.

Im Gegensatz zur westlichen Medizin bezieht die TCM hier die Gefühlswelt ein, weil sie davon ausgeht, dass Organe auch Gefühle verarbeiten. ("Laus über die Leber gelaufen", "da geht mir das Herz auf", "das schlägt mir auf den Magen" oder "das geht mir an die Nieren"). Somit können auch seelische Probleme, die nicht selten Auslöser mancher Krankheiten sind, durch die Akupunktur bis zu einem gewissen Maß "mitbehandelt" werden.

 

Qi Gong: Qi Gong ist der Aspekt der Medizin, wo die Aktivität von Ihnen als Patienten gefragt ist. Durch die langsamen, meditativen Übungen des Qi Gong wird der Geist beruhigt und die Energiebahnen (Meridiane) werden aktiv gedehnt. Die Übungen kann man täglich zu Hause machen oder einen Kurs besuchen. Sie werden in kurzer Zeit positive Erfahrungen sammeln, was Beweglichkeit und innere Ruhe anbetrifft.

 

Tuina: Die Tuina ist die chinesische Massage. Nach westlichem Erleben ist sie sehr intensiv, weil hier auch Elemente des Schröpfens, Gua Sha (Schaben mit Holzspatel), intensive Knetungen, Reibungen, Drücke und Züge an der Muskulatur ausgeführt werden.